Edelstahl und Magnetismus

 

Offizielle Bezeichnungen der Edelstahl Sorten im Beschlagbereich
(AISI =American Iren and Steellnstitute - Amerikanische Werkstoff- Kennzeichnung)

Werkstoffnummer 1.430 I (X5CrNII8-I 0)
AISI 304 IV2A

Werkstoffnummer 1.440 I (X5CrNiMo 17-12-2)
AISI 3 16 IV4A

Warum ist Edelstahl teilweise magnetisch ?

Die nichtrostenden Chromstähle haben die gleiche kristallgraphische Struktur wie die normalen
Stähle (Struktur Alpha) und sind magnetisch.
Die Beigabe von Nickel verändert die Struktur. Sie wird dadurch austenitisch (Struktur Gamma) und
unmagnetisch.
Der so erhaltene Chrom-Nickel-Stahl  hat unglücklicherweise keine beständige Struktur. Er hat
Tendenz auf eine Struktur vom Typ Alpha, also magnetisch, zurückzukommen. Dies hängt von seiner
chemischen Zusammensetzung und der Einwirkung diverser äußerer Einflüsse (Temperatur;
Kaltverfestigung,Verformung usw.) ab.
je nachVerhältnis seiner Bestandteile und von einer Schmelze zur anderen, kann der nichtrostende
Stahl eine mehr oder weniger große Neigung zum Magnetismus haben.
Schaefller definiert in einem Diagramm die austenitische, unmagnetische Struktur eines Stahls, der
17,5% Chrom und I I,4% Nickel enthalten sollte und sich in lösungsgeglühtem Zustand befindet. Dies
entspricht einem Stahl vom Typ 18/8. Leider sind die nichtrostenden Stähle vom Typ 18/8 sehr
empfindlich gegen Kalthärtung.Wie weiter oben erwähnt, kann dieses Phänomen die Rückbildung in die
Struktur Alpha bewirken.Dies erklärt, dass sich lösungsgeglühtes, unmagnetisches Material nach
dem Ziehen kalt härtet und teilweise magnetisch werden kann.Magnetismus steht jedoch in keinem Fall
im Bezug auf Korrosionsbeständigkeit.
Das Auftreten von Magnetismus während des Kalthärtens ist ein Phänomen, das von einer Schmelze zur
anderen, der Natur des Stahls entsprechend, trotz identischen Analysen, variiert. Diese Stähle sind
unbedingt von guter Qualität und weisen die normalen nichtrostenden Eigenschaften auf.Wenn
ein unbedingt unmagnetischer Stahl verlangt wird, müssen Qualitäten mit 25% Chrom und 20% Nickel
gewählt werden.Der Unannehmlichkeit des auftretenden Magnetismus in den Qualitäten 18/8 kann durch
ein Lösungsglühen oder durch einAusglühen bei 1050°C und rascherAbkühlung begegnet
werden. Diese Behandlung ergibt, im Gegensatz zu den härtbaren Stählen, eine unerwünschte
Verminderung
derHärte. Ebenfalls löst sich der Kehlenstoff auf, was zu einer Rückkehr zur Gamma-Struktur führt,
also unmagnetisch.

Hermat arbeitet im Bereich der Edelstahlbeschläge fast ausschließlich mit den
Edelstahlqualitäten V2A (AlSI 304) undV4 (AlSI 316). Edelstahlguss kann, wie oben erwähnt,
magnetisch sein.
Magnetismus steht jedoch in keinerWeise inVerbindung mit der Korrosionsbeständigkeit des rostfreien
Edelstahlmaterials.

×
×
×

Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gerne: 0170-2913074

* inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten